Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radiologische Onkologie

Klinikum rechts der Isar
 Technische Universität München

 Ismaninger Str. 22
D - 81675 München


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Die Strahlentherapie

 

Die moderne Strahlentherapie arbeitet trotz hoher Strahlendosen sehr schonend. Dies gelingt nur im Zusammenspiel von Kompetenz und hochmoderner Technik. Unsere Klinik verfügt über sehr gut ausgebildetes und freundliches Personal, lange Erfahrung und modernste Anlagen.

Zum Einsatz kommt die Strahlentherapie – häufig in Kombination mit Operationen – bei Krebs- und Sarkom-Erkrankungen sowie bei bösartigen Erkrankungen des blutbildenden und lymphatischen Systems. Die Strahlentherapie kann Erkrankungen bei Kindern und Erwachsenen heilen bzw. – bei unheilbaren Erkrankungen – Beschwerden lindern (palliative Therapie). Gute Heilungschancen verspricht sie als alleinige Therapieform oder in Kombination mit Chemotherapie u. a. beim Prostata-, Cervix- und Analkarzinom, bei Frühstadien des Lungenkarzinoms, bei HNO-Tumoren und vor allem bei Hautkarzinomen. Auch bei manchen fortgeschrittenen Krebserkrankungen ist die Strahlenbehandlung eine gute Alternative zur Operation, z. B. beim Speiseröhrenkrebs. Ein spezieller Aspekt ist, dass die Strahlentherapie im Vergleich zur Chirurgie das Organ und seine Funktion erhalten kann bei vergleichbaren Aussichten auf eine Therapieerfolg.

An unserer Klinik werden Frauen mit Brustkrebs und gynäkologischen Tumoren, Männer mit Prostatakarzinom und Patientinnen und Patienten mit Tumoren der Harnblase, des Verdauungstraktes (z. B. Anal- und Rektumkarzinom), der Lunge, des HNO-Gebietes, des Gehirns, der Weichteile und Knochen (Sarkome), der Haut u. v. m. behandelt. Der Großteil der Strahlenbehandlungen wird ambulant durchgeführt. Wir verfügen aber auch über eine eigene Station mit 24 Betten.

Dank aktueller Innovationen ist – trotz hoher Strahlendosen im Tumorgewebe – eine schonende Behandlung möglich. Die wichtigsten Techniken: Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT), Image-Guided Strahlentherapie, Stereotaktische Strahlenbehandlung und Radiochirurgie. Mit der stereotaktisch fraktionierten Strahlentherapie und in der Radiochirurgie wird sehr präzise bestrahlt, bis auf Bruchteile von Millimetern genau. Im Unterschied zur Radiochirurgie (1-malige, sehr hoch dosierte stereotaktische Bestrahlung) werden bei der fraktionierten Strahlentherapie aber mehrere einzelne Strahlapplikationen durchgeführt. Die Fraktionierung ist im Prinzip schonender als die Radiochirurgie. Die „Stereotaxie“ ist mit modernen Linearbeschleunigern möglich. Stereotaktisch bestrahlen wir insbesondere Patienten mit Hirntumoren inkl. Hirnmetastasen, mit Lungentumoren inkl. Lungenmetastasen sowie mit Lebertumoren, vor allem Lebermetastasen.

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft verfügt die Klinik für Strahlentherapie der TU München (Klinikum rechts der Isar) auch über die Thomotherapie. Hierbei handelt es sich um ein innovatives System mit Linearbeschleuniger für intensitätsmodulierte und bildgesteuerte Strahlentherapie. Unsere Klinik zusammen mit Max-Planck-Instituten und Instituten der LudwigMaximilians-Universität München arbeitet an der Entwicklung innovativer Strahlentherapie-Technologien vor dem Hintergrund modernster Laser-Physik. Ziel ist, künftig deutlich kostengünstigere Anlagen für Strahlentherapie mit Protonen und Ionen für den klinischen Betrieb zur Verfügung zu haben (Exzellenzcluster der Deutschen Forschungsgemeinschaft: Munich Center of Advanced Photonics, www.munich-photonics.de)