Wissen schafft Heilung.

  Klinik und Poliklinik
  für RadioOnkologie
  und Strahlentherapie

  Klinikleitung
  Univ.-Prof. Dr. med.
  Stephanie E. Combs

  Klinikum rechts der Isar
  Technische Universität
  München
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Stereotaxie – moderne Hochpräzisions-Strahlentherapie

In den letzten Jahren hat die Strahlentherapie entscheidende Fortschritte gemacht: Sie wurde immer präziser. Die Entwicklung der stereotaktischen Strahlentherapie, ausgehend von den Entwicklungen des schwedischen Neurochirurgen Lars Leksell, hat hierbei einen entscheidenden Beitrag geleistet. Die Arbeit Leksells bestand dabei darin, mit einer möglichst exakten Lagerung die Bestrahlungsungenauigkeit zu vermindern und durch die Behandlung von möglichst vielen Richtungen („Kreuzfeuertechnik“) eine möglichst umschriebene, hohe Bestrahlungsdosis zu erreichen.

Die Präzision der ersten Stereotaxien basierte dabei auf der starren Rahmens die fest am Kopf des Patienten angebracht wurden. Die Rahmen konnten fest mit dem Bestrahlungsgerät verbunden werden und dienten damit als festes Koordinatensystem für die Strahlentherapie (Stereotaxie aus dem Griechischen: táxein – fixieren und stereo – fest, starr). Durch die Entwicklung vielfältiger Lagerungshilfen, wie zum Beuspiel anpassbarer Kopfmasken oder Vakuummatrazen, und die Verbesserung von bildgebenden Techniken ist es uns mittlerweile möglich, die gleiche Präzision auch ohne die invasiven Rahmen zu erreichen. Die Behandlung ist dadurch schmerzfrei geworden und kann auch außerhalb des Schädels zur Anwendung kommen.

Lagerung des Kopfes mittels stereotaktischer Gesichtsmaske 
Lagerung des Kopfes mittels stereotaktischer Gesichtsmaske

Die hohen Dosierungen in der Stereotaxie werden durch spezialisierte Bestrahlungsgeräte ermöglicht. Diese Geräte erlauben die exakt geformter Strahlenbündel auf die durch die stereotaktische Lagerung definierten Zielpunkte. Die Strahlen könne dabei aus verschiedensten Raumrichtungen auf den exakt gleichen Punkt abgegeben werden, so dass die Strahlen sich im Bereich des Zielpunktes bzw. des Zielvolumens überschneiden. Diese Technik erlaubt es, ein erfahrenes Team aus MTRAs, Physikern und Ärzten vorausgesetzt, sehr hohe Strahlendosen im Zielvolumen zu erreichen und sicher zu verabreichen.

Die Vorbereitung einer stereotaktischen Bestrahlung beginnt mit der Lagerung.Jeder Patient wird dabei vindividuell in einer Lagerungshilfe für die Behandlung positioniert. Damit kann gewährleistet werden, dass eine tägliche Reproduzierbarkeitmit höchster Präzisionmöglich ist. 

  
Kopfstereotaxie: Lagerung und Bestrahlungsgerät

In jedem Fall ist für die Bestrahlungsplanung ein CT, sehr häufig mit jodhaltigen Kontrastmittel, in nötig. Das CT wird in unserer Klinik durchgeführt. Bei der Computertomographie wird jedem Punkt im Körper des Patienten ein Wert im virtuellen stereotaktischen Koordinatensystem zugeordnet. Der Erfolg der stereoataktischen Strahlentherapie hängt davon ab, die zu behandelnden und die zu schonenden Areale bei der Planung wie auch bei der Bestrahlung exakt in diesem Koordinatensystem zu positionieren.

Die Definition des Zielvolumens bezieht sämtliche zur Verfügung stehenden bildgebenden Untersuchungen mit ein. Der Arzt überlagert dazu das die Koordinaten tragende Planungs-CT den notwendigen Bildern. Für die Planung der Hochpräzisionsstrahlentherapie sind daher gute und aktuelle bildgebende Untersuchungen notwendig. Dazu gehören, je nach Erkrankung, CT, MRT und/oder PET-Untersuchungen. Die Klinik für RadioOnkologie kann durch die enge und langjährige Kooperation mit den Abteilungen Radiodiagnostik, Neuroradiologie und Nuklearmedizin auf alle modernsten Bildgebungen für die Strahlentherapieplanung zurückgreifen.

Die Hochpräzisionsstrahlentherapie kann entweder in einer einzelnen Sitzung mit entsprechend hoher Dosis (Radiochirurgie), in wenigen Sitzungen (etwa 3-7 Behandlungstage) als hypofraktionierte Strahlentherapie, oder auch über mehrere Wochen durchgeführt werden. Wie viele Fraktionen (Behandlungstage) notwendig sind, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, unter anderem von der Art der Erkrankung, von Vorbehandlungen oder auch von der Tumorgröße.

Nach der Festlegung des Zielvolumens wird der Bestrahlungsplan durch die Medizinphysik berechnet. Auch hier ist höchste Präzision, Erfahrung sowie kontinuierliche Weiterentwicklung in den Methoden notwendig; Prof. Wilkens und das Team der Medizinphysik können diese Voraussetzungen auf höchstem Niveau gewährleisten. Die Bestrahlungspläne werden vor der Behandlung gemeinsam mit den Oberärzten und der Direktorin der Klinik besprochen und durch das Team der Medizinphysik überprüft. Auch unsere Bestrahlungsgeräte werden kontinuierlich auf ihre Präzision in kontrolliert und garantieren damit eine gleichbleibend hohe Behandlungsqualität.

Der Erfolg der Hochpräzisionsstrahlentherapie hängt damit sehr stark von der Erfahrung und Expertise des Teams ab.

Frau Prof. Combs und das Team der Abteilung verfügt über eine herausragende und langjährige Expertise im Bereich der stereotaktischen Strahlentherapie. Eine Vielzahl von erfolgreichen Behandlungen im Kopfbereich, im Bereich der Schädelbasis sowie im Körperstamm spiegeln diese langjährige Erfahrung wider.

In einem umfassenden und persönlichen Beratungsgespräch informieren wir Sie gerne über den Ablauf der Hochpräzisionsstrahlentherapie und die individuelle Behandlung Ihrer Erkrankung.

Aktuelles


10.10.2018: Stellenangebot: Kommen Sie zu uns und werden Sie Teil unseres erfolgreichen Teams als MTRA (w/m):
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24.08.2018: Wir stellen ein: Assistenzärztin/-arzt, MFA (m/w). Mehr dazu: Stellenausschreibungen


17.07.2018: Erster Patient an der NEUEN TOMOTHERAPIE (RADIXACT) bestrahlt.