Wissen schafft Zukunft.

Arbeitsgruppenleiter
PD Dr.
Mathias Gehrmann

Tel.: + 49 89 4140 - 4415
Fax: + 49 89 4140 - 4296
mathias.gehrmann@tum.de

 Lebenslauf (de)

 

AG Personalisierte Radioimmuntherapie

Projekt A: Effekte von Strahlentherapie auf das Immunsystem von Patienten mit HNO Tumoren

Ziel dieser klinischen Multicenterstudie ist die Validierung prognostischer Biomarker für die loco-regionale Kontrolle von lokal fortgeschrittenen HNO-Tumoren nach definiter oder adjuvanter Radiochemotherapie. Die Behandlung der Studienpatienten erfolgt dabei nach Standardplänen der beteiligten radioonkologischen Zentren. Potentielle Biomarker aus einer retrospektiven Studie werden in dieser prospektiven Studie validiert.
In der Klinik für RadioOnkologie des Klinikums rechts der Isar werden Effekte von Strahlentherapie auf Komponenten des Immunsystems analysiert. Der Fokus liegt dabei auf der Untersuchung von Lymphozyten im peripheren Blut. Es werden einerseits die prozentualen Veränderungen der Subpopulationen, andererseits auch die Veränderungen der aktivierenden und inhibierenden Rezeptoren auf Effektorzellen des Immunsystems und auf regulatorischen Immunzellen untersucht.
Die Untersuchungen sind Teil des Projekts HNprädBio des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) mit dem DKFZ als Kernzentrum und werden von diesem gefördert.

Literatur
- Sage et al. (2016) Radiother Oncol 118: 176
- Gehrmann et al. (2014) Radiat Oncol 9: 131

Links 
https://dktk.dkfz.de/en/home
https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT02059668?term=NCT02059668&rank=1

 


Projekt B: Abscopale Effekte in der Strahlentherapie

Die Bestrahlung von Tumoren kann auch Effekte auf Zellen und Gewebe außerhalb des bestrahlten Volumens haben. Insbesondere zeigt sich in Einzelfällen, dass eine erfolgreiche Bestrahlung des Primärtumors auch zu einer Reduktion von Metastasen führen kann. Diese sogenannte Abscopalen Effekte sind wie andere Off-Target-Effekte -wie z.B. der Bystander-Effekt- derzeit noch ungenügend untersucht und die beteiligten Prozesse und Strukturen werden intensiv und oft kontrovers diskutiert.
Unter besonderer Beobachtung liegt unter anderem, ob es eine Prädisposition bei Primärtumor und Metastase gibt. Weiterhin ist unklar, was für die Initiierung verantwortlich ist oder ob es einen speziellen Trigger gibt. Ein weiteres Forschungsfeld ist die Signalkette vom Primärtumor zur Metastase. Erste Hinweise weisen auf Komponenten des Immunsystems als Mediatoren hin, aber die genaue Art der Signale ist derzeit noch unerforscht.
Im Rahmen dieses Projektes soll untersucht werden, ob die Weiterleitung von Signalen im peripheren Blut über Leukozyten oder vesikuläre Strukturen erfolgt. Weiterhin soll untersucht werden, welche Rolle die Lipidzusammensetzung von Primärtumor und Metastase spielt. Schließlich soll untersucht werden, ob es Möglichkeiten gibt, dieses Wissen in den klinischen Alltag umzusetzen.

Literatur
- Gehrmann et al. (2015) Int J Nanomedicine 10: 5687-700
- Schilling et al. (2009) FASEB J 23: 2467-77
- Gehrmann et al. (2008) PLoS One 3: e1925
- Gastpar et al. (2005) Cancer Res 65:5238-47

 


Projekt C: Mistelextrakt als adjuvante Therapieoption in der Radioonkologie

Neben den klassischen medizinischen Methoden um Tumore zu bekämpfen, rücken derzeit weitere ergänzende Methoden in den Fokus der Wissenschaft. Dabei wird einerseits versucht den ganzen Organismus für die Krebsabwehr fit zu machen, was z.B. durch eine allgemeine Stimulation des Immunsystems zu erreichen wäre. Andererseits werden aber auch Methoden untersucht, wie man die Lebensqualität des Patienten weiter verbessern kann.
Dabei werden komplementärmedizinische Ansätze als Zusatzbehandlung bei malignen Erkrankungen und im Rahmen der Palliativmedizin zur Verbesserung der Lebensqualität eingesetzt. Die Misteltherapie gehört dabei mit zu den häufigsten Verfahren und wird als unterstützende Maßnahme unter anderem in der Strahlentherapie bei Brustkrebs eingesetzt.
Im Rahmen eines Forschungsprojektes wird untersucht, ob die Gabe von Mistelextrakt zusätzlich zu Bestrahlung positive Effekte haben kann. Im Rahmen dieser Studie sollen einige grundlegende Fragen zu Mistelextrakten in Zellkulturversuchen geklärt werden. Einerseits sollen Effekte auf Tumorzellen wie z.B. Überleben und Migration, untersucht werden. Weiterführende Untersuchungen sollen zeigen, ob die Gabe von Mistelextrakt stimulierend auf Immunzellen wirken kann. Schließlich soll evaluiert werden, ob die Gabe von Mistelextrakt einen Nutzen für Patienten in der Krebstherapie bringen könnte.

Literatur
- Ge et al. (2016) Int Surg DOI: 10.9738/INTSURG-D-15-00131.1 (Epub ahead of print)
- Sage et al. (2016) Radiother Oncol 118: 176-80
- Weissenstein et al. (2016) BMC Complement Altern Med 16: 271

Aktuelles

15.09.2017: Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir: Eine/n Sekretär/in in Teilzeit.

Mehr Infos: Stellenausschreibungen


05.09.2017:
NOA Tagung 2017
14. – 15.09.2017
MRI München
Programmflyer
Tagungsposter


30.08.2017:
Two PhD positions in Physics to assign. Read more: Stellenausschreibungen


25.07.2017:
Wir stellen ein:
Consultant (Oberarzt/Oberärztin), MTRA, Technische/n Mitarbeiter/in - Biologielaboranten/in / BTA / MTA / CTA.
Mehr Infos: Stellenausschreibungen


Dr. Kai BormUnser Assistenzarzt Herr Dr. med. Kai Borm wurde auf der DEGRO 2017 mit dem DEGRO-Dissertationspreis ausgezeichnet.
Mehr dazu: hier


Frau Univ-Prof. Dr. med. Stephanie E. Combs zum Thema: Radioonkologie als effiziente Ersttherapie bei Prostata-Krebs.
Der Artikel zum Nachlesen: ÄrzteZeitung, 66-114, 19.06.2017


TUM Radiation Oncology - Heading forward in Information Technology:
Der Artikel zum Nachlesen: ENLIGHT Juni 2017


combs.jpgFrau Univ-Prof. Dr. med. Stephanie E. Combs: Neuer Artikel im BPS Magazin über das Thema "Risiko für Sekundärmalignome nach einer Strahlentherapie der Prostata oder der Prostataloge“ erschienen.
Der Artikel zum Nachlesen: BPS Magazin 1/2017
 


Degro 2017:

DEGRO 2017 Team RadioOnkologie


DEGRO Pressemitteilung: Strahlentherapeut: Ein spannender und abwechslungsreicher Beruf – Flexibilität bei der Arbeitszeit und viele Karrieremöglichkeiten