Wissen schafft Zukunft.

  Klinik und Poliklinik
  für RadioOnkologie
  und Strahlentherapie

  Klinikleitung
  Univ.-Prof. Dr. med.
  Stephanie E. Combs

  Klinikum rechts der Isar
  Technische Universität München
  Ismaninger Str. 22
  D - 81675 München
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KoRadO: Komplementärmedizin in der RadioOnkologie

Komplementärmedizinische Verfahren im Rahmen der Behandlung onkologischer Erkrankungen werden immer wieder kontrovers diskutiert. Für eine Reihe von Methoden ist die Wirksamkeit durch wenig bis gar keine Studien belegt, sodass es wenig objektivierbare Daten über ihre Effektivität gibt. Für andere Verfahren, wie beispielsweise die Akupunktur, gibt es eine Reihe von Therapiestudien, die für bestimmte Situationen einen Therapievorteil gezeigt haben. Komplementärmedizinische Therapien und Anwendungen haben sich jedoch über die letzten Jahrtausende etabliert und weiter entwickelt, und auch in der Onkologie einen besonderen Stellenwert erlangt.

Insgesamt handelt es sich bei dem Begriff „Komplementärmedizinische Verfahren“ um eine Vielzahl von Methoden und Behandlungskonzepten, die durch ganz verschiedene Theorien belegt sind.

So hat beispielsweise die heilige Hildegard von Bingen schon sehr früh in ihren Schriften auf die Wirksamkeit zahlreicher pflanzlicher Arzneien, Minerale, aber auch Edelsteine hingewiesen; zu ihren Behandlungsansätzen gehörten ebenfalls Empfehlungen zu maßvoller und ausgewogener Ernährung, sowie der Rat, Kräuter und Gewürze, Dinkel, Sellerie, Edelkastanie und Fenchel und andere Produkte in den Ernährungsplan zu integrieren. Zu ihren Empfehlungen gehörten ein ausgeglichener Wechsel von Ruhe und Aktivität, verschiedene Ausleitungsverfahren wie z.B. Aderlass, Fasten, Schröpfen und andere, sowie seelische Ausgeglichenheit.

Der bayrische Priester und Hydrotherapeut Sebastian Anton Kneipp (1821-1897) hat mit der Entwicklung der Kneipp-Medizin und Kneipp-Therapie ähnliche Themen in seinen Empfehlungen berücksichtigt, aber auch einen großen Schwerpunkt auf Behandlungsverfahren mit Wasser, d.h. spezielle Wasseranwendungen, gelegt. Dies kombiniert mit Pflanzenwirkstoffen, Bewegungs- und Ernährungsempfehlungen hat sich über die Jahrhunderte in einer Reihe von Konzepten erhalten, die vorbeugend (präventiv) aber auch zur Behandlung bestehender Erkrankungen (kurativ) eingesetzt werden können. Hier ist ebenfalls eine sichere Wirksamkeit nicht belegt. Für wenige Symptome (z.B. Krampfadern) gibt es jedoch Hinweise auf eine Linderung der Beschwerden. Eine klinische Studie ergab, dass durch regelmäßige Kneipp-Anwendungen eine Verbesserung der Lebensqualität für Bronchitispatienten erreicht werden kann.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bietet einen mannigfaltigen Schatz an Behandlungsansätzen, deren Wirksamkeit über die letzten 2000 Jahre in China weiterentwickelt und tradiert wurde. Zu den Behandlungsverfahren gehören Akupunktur, Arzneitherapie, Moxibustion, sowie spezielle Bewegungsübungen wie Qigong. Die TCM ist heute in Deutschland an vielen Stellen professionell verfügbar, wobei ihre Wirksamkeit immer wieder kritisch diskutiert wird. Mehrere prospektive Studienansätze konnten jedoch für die Akupunktur deutlich bessere Heilungsergebnisse als durch die Behandlung mit herkömmlichen westlichen Behandlungsmethoden belegen. Hieraus basierend gibt es eine Empfehlung der WHO, die Akupunktur bei über 40 Krankheiten empfiehlt. 2003 veröffentlichte die WHO eine Indikationsliste für Akupunktur.

Wichtig: Das Beste aus beiden Welten!

Um ein bestmögliches onkologisches Behandlungsergebnis zu erzielen, bieten wir Ihnen modernste Strahlentherapie auf höchstem Niveau. Dies in Kombination mit alternativen Heilmethoden ermöglicht es „das beste aus beiden Welten“ zu nutzen. Es liegt uns am Herzen alle Fragen und Sorgen offen und persönlich mit Ihnen zu besprechen. Nur so können wir gewährleisten, dass eine sichere und hoch effektive onkologische Behandlung durchgeführt wird. Fragen Sie uns in unserer komplementärmedizinischen Sprechstunde welche Produkte und Anwendungen in Kombination mit einer Strahlentherapie gut verträglich sind, und welche Ansätze für welche Erkrankungsart vorteilhaft sind!

Quellen:

  • Hildegard von Bingen: Ursachen und Behandlung der Krankheiten. (Causae et curae). Übers. von Hugo Schulz. Mit e. Geleitwort von Ferd. Sauerbruch. Haug, Heidelberg 1955 (4. Auflage. 1983), ISBN 3-7760-0569-6.
  • Gottfried Hertzka: So heilt Gott. Die Medizin der hl. Hildegard von Bingen als neues Naturheilverfahren. Christiana, Stein am Rhein 1970, (18. Aufl. 2006), ISBN 3-7171-0527-2.
  • Oskar Schmitt: Hildegard von Bingen, eine missverstandene Heilige. Buchwerkstatt Berlin 2008, ISBN 978-3-940281-03-6.
  • World Health Organization: Legal Status of Traditional Medicine and Complementary/ Alternative Medicine: A Worldwide Review. 2001, S. 2
  • http://apps.who.int/medicinedocs/en/d/Js4926e/6.html
  • http://apps.who.int/medicinedocs/en/d/Js4926e/5.html
  • http://apps.who.int/medicinedocs/en/d/Js4926e/5.html

Aktuelles

15.09.2017: Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir: Eine/n Sekretär/in in Teilzeit.

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Consultant (Oberarzt/Oberärztin), MTRA, Technische/n Mitarbeiter/in - Biologielaboranten/in / BTA / MTA / CTA.
Mehr Infos: Stellenausschreibungen


Dr. Kai BormUnser Assistenzarzt Herr Dr. med. Kai Borm wurde auf der DEGRO 2017 mit dem DEGRO-Dissertationspreis ausgezeichnet.
Mehr dazu: hier


Frau Univ-Prof. Dr. med. Stephanie E. Combs zum Thema: Radioonkologie als effiziente Ersttherapie bei Prostata-Krebs.
Der Artikel zum Nachlesen: ÄrzteZeitung, 66-114, 19.06.2017


TUM Radiation Oncology - Heading forward in Information Technology:
Der Artikel zum Nachlesen: ENLIGHT Juni 2017


combs.jpgFrau Univ-Prof. Dr. med. Stephanie E. Combs: Neuer Artikel im BPS Magazin über das Thema "Risiko für Sekundärmalignome nach einer Strahlentherapie der Prostata oder der Prostataloge“ erschienen.
Der Artikel zum Nachlesen: BPS Magazin 1/2017
 


Degro 2017:

DEGRO 2017 Team RadioOnkologie


DEGRO Pressemitteilung: Strahlentherapeut: Ein spannender und abwechslungsreicher Beruf – Flexibilität bei der Arbeitszeit und viele Karrieremöglichkeiten