Wissen schafft Heilung.

  Klinik und Poliklinik
  für RadioOnkologie
  und Strahlentherapie

  Klinikleitung
  Univ.-Prof. Dr. med.
  Stephanie E. Combs

  Klinikum rechts der Isar
  Technische Universität
  München
  Ismaninger Str. 22
  D - 81675 München
  direktion.radonk@mri.tum.de

  Direktionssekretariat
  Tel.: + 49 89 4140 -4501 / -4502


  Für Patientenanfragen und
  Terminvereinbarung:

  Privatambulanz
  Tel.: + 49 89 4140 - 4511
  privatambulanz.radonk@mri.tum.de

  Allgemeine Ambulanz im
  Tumortherapiezentrum (TTZ)

  Tel.: + 49 89 4140 - 4510
  ambulanz.radonk@mri.tum.de

  Spezialambulanz Stereotaxie,
  Brachytherapie

  Tel.: + 49 89 4140 - 4509
  spezialambulanz.radonk@mri.tum.de

  Station R2a
  Tel.: + 49 89 4140 - 4304

Brachytherapie

Die Brachytherapie, oder auch interne Strahlentherapie, bezeichnet eine Form der Bestrahlung bei der die Strahlenquelle in die unmittelbare Nähe des Zielvolumens gebracht oder direkt im Tumor platziert wird. Dies kann manuell oder im Afterloadingverfahren erfolgen. Ein Hauptmerkmal der Brachytherapie ist, dass durch die geringe Reichweite der Strahlenquelle und ihrer Nähe zum Behandlungsvolumen ein steiler Dosisabfall zum umliegenden Gewebe und damit eine sehr gute Schonung von Risikostrukturen erreicht werden kann.

Dies ermöglicht eine hoch dosierte lokale Bestrahlung des Tumors, während zugleich das Risiko einer unnötigen Schädigung des gesunden Gewebes reduziert wird.

Brachytherapie Behandlungsraum 
Ansicht unseres Strahlen-OPs

Manuelle Applikation
Bei der manuellen Applikation werden die Strahlenquellen direkt in das zu behandelnde Gewebe eingebracht. Beispielsweise können in frühen Stadien des Prostatakarzinoms radioaktive Seeds (Körnchen) dauerhaft in die Prostata durch einen kleineren operativen Eingriff eingebracht werden. Die Strahlung der Seeds beschränkt sich aufgrund ihrer geringen Reichweite im Wesentlichen auf die Prostata bzw. die jeweilige Umgebung der Seeds. Die Strahlung der Seeds klingt mit der Zeit vollständig ab.

Afterloading–Nachladeverfahren
Um die Strahlenbelastung für das Personal zu verringern und den Strahlenschutz zu vereinfachen, wird die Brachytherapie in den meisten Fällen nur noch im Nachladeverfahren (Afterloading) durchgeführt. Hierzu werden Schläuche, Hohlnadeln oder Applikatoren vorab ohne Strahler an die richtige Position am Patienten gebracht. Die Strahlenquelle befindet sich im Brachytherapiegerät unter entsprechender Abschirmung. Sie wird dann über Verbindungsschläuche, die mit den Hohlräumen in den Applikatoren verbunden werden, ferngesteuert an bestimmte, vorab berechnete Haltepositionen gefahren. Die Haltezeit an den jeweiligen Positionen bestimmt die Dosisverteilung.

BestrahlungsplanApplikator
Bestrahlungsplan und Applikatoren für das vaginale Afterloading beim Endometriumkarzinom.

 

BestrahlungsplanApplikator
Bestrahlungsplan und Applikatoren für das intrakavitäre Afterloading beim Zervixkarzinom.

 

Einbringung der Strahler in das Tumorgewebe (interstitielle Brachytherapie)
Ebenfalls eine häufige klinische Vorgehensweise, beispielsweise bei HNO-Tumoren, ist es, Hohlnadeln ins Zielvolumen zu legen. Diese werden mit Strahlern beschickt. Die Strahler verbleiben nur relativ kurze Zeit im Tumorgewebe, d. h. nur so lange, bis die gewünschte Strahlendosis erreicht ist.

Einbringung in Hohlräume
Für diese Kurzdistanz-Therapie gibt es viele klinische Anwendungsmöglichkeiten. Man kann beispielsweise umschlossene Strahlenquellen mit entsprechenden Applikatoren in Körperöffnungen einbringen. Große Bedeutung hat dies vor allem bei der Krebstherapie in der Frauenheilkunde, z.B. als intravaginale Brachytherapie.

Kontakttherapie
Bei der Kontakttherapie werden formbare Materialien den zu bestrahlenden Körperoberflächen angepasst oder intraoperativ weiche Kunststofflappen (sog. Flabs) ins Zielvolumen eingebracht. So kann die Bestrahlung beispielsweise genau an der Stelle erfolgen, an der der Operateur den Tumor kurz zuvor entfernt hat. Ziel ist hierbei die Bekämpfung von nicht sichtbaren Metastasen und eine möglichst hohe Schonung des gesunden Gewebes.

Strahler
Als Strahler werden z. B. β-Strahler wie Strontium (Sr-90) oder Ruthenium-Plaques (Ru-106) eingesetzt. Iridium-192 wird auch für die interstitielle und intraluminale Brachytherapie eingesetzt, ebenso bei den intraoperativen Flabs.
Für die permanente Brachytherapie mit Seeds bei Prostata- und Hirntumoren wird üblicherweise Jod-125 verwendet. Aufgrund der geringen Halbwertszeit (Jod-125: 59 Tage) können diese Strahler im Gewebe verbleiben, bis die Aktivität abgeklungen ist.

Aktuelles


10.10.2018: Stellenangebot: Kommen Sie zu uns und werden Sie Teil unseres erfolgreichen Teams als MTRA (w/m):
Stellenanzeige: MTRA Stelle

Mehr dazu: Stellenausschreibungen


24.08.2018: Wir stellen ein: Assistenzärztin/-arzt, MFA (m/w). Mehr dazu: Stellenausschreibungen


17.07.2018: Erster Patient an der NEUEN TOMOTHERAPIE (RADIXACT) bestrahlt.