Wissen schafft Heilung.

  Klinik und Poliklinik
  für RadioOnkologie
  und Strahlentherapie

  Klinikleitung
  Univ.-Prof. Dr. med.
  Stephanie E. Combs

  Klinikum rechts der Isar
  Technische Universität München
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  Brachytherapie

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Brachytherapie

Bei der Brachytherapie werden die Strahlenquellen nahe an das zu bestrahlende Zielvolumen gebracht oder direkt im Tumor platziert. Dies kann manuell oder im Afterloadingverfahren erfolgen.

Strahlenquellen sind radioaktive Stoffe, die nur über eine geringe Reichweite strahlen. Beispielsweise können in frühen Stadien des Prostatakarzinoms radioaktive Seeds (Körnchen) dauerhaft in die Prostata durch einen kleineren operativen Eingriff eingebracht werden. Die Strahlung der Seeds beschränkt sich aufgrund ihrer geringen Reichweite im Wesentlichen auf die Prostata bzw. die jeweilige Umgebung der Seeds. Der Vorteil dieser Form der Brachytherapie besteht darin, dass die gesunden Organe um das Zielvolumen so gut wie keine Strahlung erhalten. Die Strahlung der Seeds klingt mit der Zeit vollständig ab.

Ein Seed im Größenvergleich Ansicht der Seeds in einer Röntgenaufnahme des Beckens


Afterloading 
– Nachladeverfahren

Um die Strahlenbelastung für das Personal zu verringern und den Strahlenschutz zu vereinfachen, wird die Brachytherapie in den meisten Fällen nur noch im Nachladeverfahren (Afterloading) durchgeführt. Hierzu werden Schläuche, Hohlnadeln oder Applikatoren vorab ohne Strahler an die richtige Position am Patienten gebracht. Die Strahlenquelle befindet sich im Brachytherapiegerät unter entsprechender Abschirmung. Sie wird dann über Verbindungsschläuche, die mit den Hohlräumen in den Applikatoren verbunden werden, ferngesteuert an bestimmte, vorab berechnete Haltepositionen gefahren. Die Haltezeit an den jeweiligen Positionen bestimmt die Dosisverteilung.

Einbringung der Strahler in das Tumorgewebe (interstitielle Brachytherapie)

Ebenfalls eine häufige klinische Vorgehensweise, beispielsweise bei HNO-Tumoren, ist es, Hohlnadeln ins Zielvolumen zu legen. Diese werden mit Strahlern beschickt. Die Strahler verbleiben nur relativ kurze Zeit im Tumorgewebe, d. h. nur so lange, bis die gewünschte Strahlendosis erreicht ist.

Einbringung in Hohlräume

Für diese Kurzdistanz-Therapie gibt es viele klinische Anwendungsmöglichkeiten. Man kann beispielsweise umschlossene Strahlenquellen mit entsprechenden Applikatoren in Körperöffnungen einbringen. Große Bedeutung hat dies vor allem bei der Krebstherapie in der Frauenheilkunde, z.B. als intravaginale Brachytherapie.

Kontakttherapie

Bei der Kontakttherapie werden formbare Materialien den zu bestrahlenden Körperoberflächen angepasst oder intraoperativ weiche Kunststofflappen (sog. Flabs) ins Zielvolumen eingebracht. So kann die Bestrahlung beispielsweise genau an der Stelle erfolgen, an der der Operateur den Tumor kurz zuvor entfernt hat. Ziel ist hierbei die Bekämpfung von nicht sichtbaren Metastasen und eine möglichst hohe Schonung des gesunden Gewebes.

Strahler

Als Strahler werden z. B. β-Strahler wie Strontium (Sr-90) oder Ruthenium-Plaques (Ru-106) eingesetzt. Iridium-192 wird auch für die interstitielle und intraluminale Brachytherapie eingesetzt, ebenso bei den intraoperativen Flabs.
Für die permanente Brachytherapie mit Seeds bei Prostata- und Hirntumoren wird üblicherweise Jod-125 verwendet. Aufgrund der geringen Halbwertszeit (Jod-125: 59 Tage) können diese Strahler im Gewebe verbleiben, bis die Aktivität abgeklungen ist.

Aktuelles

15.09.2017: Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir: Eine/n Sekretär/in in Teilzeit.

Mehr Infos: Stellenausschreibungen


05.09.2017:
NOA Tagung 2017
14. – 15.09.2017
MRI München
Programmflyer
Tagungsposter


30.08.2017:
Two PhD positions in Physics to assign. Read more: Stellenausschreibungen


25.07.2017:
Wir stellen ein:
Consultant (Oberarzt/Oberärztin), MTRA, Technische/n Mitarbeiter/in - Biologielaboranten/in / BTA / MTA / CTA.
Mehr Infos: Stellenausschreibungen


Dr. Kai BormUnser Assistenzarzt Herr Dr. med. Kai Borm wurde auf der DEGRO 2017 mit dem DEGRO-Dissertationspreis ausgezeichnet.
Mehr dazu: hier


Frau Univ-Prof. Dr. med. Stephanie E. Combs zum Thema: Radioonkologie als effiziente Ersttherapie bei Prostata-Krebs.
Der Artikel zum Nachlesen: ÄrzteZeitung, 66-114, 19.06.2017


TUM Radiation Oncology - Heading forward in Information Technology:
Der Artikel zum Nachlesen: ENLIGHT Juni 2017


combs.jpgFrau Univ-Prof. Dr. med. Stephanie E. Combs: Neuer Artikel im BPS Magazin über das Thema "Risiko für Sekundärmalignome nach einer Strahlentherapie der Prostata oder der Prostataloge“ erschienen.
Der Artikel zum Nachlesen: BPS Magazin 1/2017
 


Degro 2017:

DEGRO 2017 Team RadioOnkologie


DEGRO Pressemitteilung: Strahlentherapeut: Ein spannender und abwechslungsreicher Beruf – Flexibilität bei der Arbeitszeit und viele Karrieremöglichkeiten