Wissen schafft Zukunft.

Arbeitsgruppenleiter
PD Dr.
Daniel Habermehl

Tel.: + 49 89 4140 - 4502
Fax: + 49 89 4140 - 4882
daniel.habermehl@tum.de

Lebenslauf

 

Arbeitsgruppe: Gastrointestinale RadioOnkologie

Modernste Techniken und hohe Kompetenz bei der individualisierten Behandlung von Tumoren des Verdauungstraktes

  • hohe Expertise durch große Fallzahlen
  • standardmäßiger Einsatz moderner Bestrahlungstechniken wie bildgestützter IMRT (Intensitäts-modulierte Radiotherapie), VMAT (Volumetrisch-modulierte Arc-Therapie) zur Schonung der umgebenden Organe und Gewebe
  • Integration von modernster Bildgebung in die Bestrahlungsplanung
  • Anwendung moderner Konzepte
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit

Unsere Klinik besitzt eine hohe Expertise bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Tumoren des Gastrointestinaltraktes. Seit Jahren sind wir regelmäßig an größeren klinischen Studien beteiligt und setzen die modernsten strahlentherapeutischen Verfahren ein. Wir verfügen über mehrere hochmoderne Beschleuniger mit unterschiedlichen Photonen- und Elektronen-Energien. Zum Einsatz kommen routinemäßig alle modernen Hochpräzisionstechniken wie die stereotaktischen Radiotherapie und die intensitäts-modulierte Radiotherapie (IMRT), entweder als Tomotherapie, oder als volumetrisch-modulierten Arc-Therapie, einer optimierten, schnellen und rotatorischen Variante der IMRT. Mit modernen bildgebenden Verfahren können wir die genaue Tumorausdehnung darstellen und eine zielgerichtete und eine möglichst nebenwirkungsarme Therapie sicher durchführen. Hierzu benutzen wir je nach Indikation die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) und die Positronen-Emissions-Tomographie (PET), auch die kombinierte Version dieser beiden Modalitäten (sog. „PET-MR“).

Das Ösophagus-Karzinom: Strahlentherapie ist fester Bestandteil der kurativen multimodalen Therapie

Die Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie hat in den letzten Jahren stetig an der Optimierung der strahlentherapeutischen Behandlung von Patienten mit Ösophaguskarzinomen gearbeitet. Hierbei wurden die bestehenden Konzepte umfassend evaluiert und insbesondere moderne Techniken im Rahmen der multimodalen Therapie analysiert und vielfach publiziert [1-5]. Die Einführung moderner Hochpräzisions-Techniken wie der Intensitäts-Modulierten Radiotherapie (IMRT) und deren Ableger, der Tomotherapie oder der Volumetrisch-Modulierten Arc-Therapie (VMAT) in Zusammenschau mit der bildgeführten Radiotherapie (IGRT, Image-Guided Radiotherapy) wird in unserer Abteilung routinemäßig beim betrachteten Kollektiv angewendet und wissenschaftlich untersucht. Desweiteren besteht in unserer Klinik eine hohe Expertise bei der Durchführung von Studien zur Behandlung von Ösophaguskarzinomen. Unsere Klinik beteiligte sich an den MUNICON-Studien, die den Stellenwert des PETs bei der Identifizierung von prognostischen Untergruppen untersucht hat und erfolgreich abgeschlossen wurde [6,7]. Aktuell sind wir Kooperationspartner im Rahmen der multizentrischen Therapiestudie MEMORI, bei der nach einer frühen PET-basierten Evaluation des Tumormetabolismus nach Chemotherapie eine Patientenstratifizierung vorgenommen wird. Non-Responder erhalten hierbei eine kombinierte Radiochemotherapie vor der Operation. Aufgrund des kombinierten PET-MR-Scanners (Nuklearmedizinische Klinik, Prof. Schwaiger) hat das Klinikum eine überaus innovative technische Entwicklung, die es uns erlauben wird die Genauigkeit der Hochpräzisionsstrahlentherapie noch weiter zu erhöhen und zielgerichtet einzusetzen. Die metabolische Response wird uns zudem helfen, prognostische Subgruppen zu identifizieren.

Das Rektumkarzinom: Vor-Behandlung mittels Strahlentherapie oder Strahlenchemotherapie ist elementar für die kurative Behandlung im fortgeschrittenen Stadium

Patienten mit fortgeschrittenem Rektumkarzinom (Stadium II und III) sollen leitliniengemäß eine sogenannte Radiochemotherapie bzw. Kurzzeit-Radiotherapie vor der geplanten Operation erhalten (neoadjuvante Behandlung). Diese verringert die Rate an Lokalrezidiven und erneuten Operationen erheblich. Die Strahlentherapie wird routinemäßig über einen Zeitraum von 6-7 Wochen verabreicht und mit einer simultanen Chemotherapie kombiniert. Die Operationen erfolgt dann 6 bis 8 Wochen nach Abschluss der Bestrahlung. Sollte der Tumor weit vom Schließmuskel entfernt liegen und nicht groß sein, so kann auch eine Kurzzeit-Bestrahlung mit 5 Sitzungen („5x5“) und direkt nachfolgender Operation durchgeführt werden. In Sonderfällen kann zum Erhalt des Schließmuskels nach klinisch komplettem Ansprechen (kein Tumornachweis mehr im MRT und einer Endoskopie) gegebenenfalls auf die Operation verzichtet werden. Hierbei empfehlen wir dann eine engmaschige Nachsorge mit MRT-Untersuchungen des Beckens und Proktoskopien („Watch-and-Wait“). In Zusammenarbeit mit unseren Kollegen der Nuklearmedizinischen Klinik arbeiten wir an Protokollen zu klinischen Studien, durch die wir zu einem frühen Zeitpunkt mittels moderner bildgebender Verfahren (z. Bsp. MR-PET) erkennen können, ob Patienten gut auf die Standardtherapie ansprechen. Dies kann im zweiten Schritt dazu führen individualisert eine intensivere oder weniger intensive Therapie durchzuführen, um den größten Effekt gegen den Tumor zu erzielen.

Das Pankreaskarzinom: Strahlen- und Chemotherapie für zuerst nicht-operable Patienten, Operation im zweiten Schritt ist das Ziel!

In den meisten Fällen sind Patienten mit einem Pankreaskarzinom zunächst nicht komplett operabel (ca. 80%) und müssen mit einer Chemotherapie oder kombinierten Radiochemotherapie zugeführt werden. Ziel ist die Tumorverkleinerung und das Verhindern einer Metastasierung, so dass nach der Therapie eine Operation möglich wird („sekundäre Operabilität“)[8-13]. Die kombinierte Radiochemotherapie wird über einen Zeitraum von 6-7 Wochen durchgeführt. Zum Einsatz kommen Hochpräzisionstechniken und regelmäßige bildgebende Kontrollen für die Millimeter-genaue Bestrahlung, so dass insbesondere Dick- und Dünndarm deutlich geschont werden und wenig Nebenwirkungen entstehen. Nach der neoadjuvant intendierten Radiochemotherapie können bis zu 30% aller Patienten mit zunächst inoperablen Tumoren operiert werden. Wir verfügen insbesondere über einen großen Erfahrungsschatz in der bildgestützten Hochpräzisions-Bestrahlung, u. a. mittels Partikeltherapie.

Tumore der Leber (Hepatozelluläres Karzinom und Lebermetastasen) – Nicht-invasive, ablative Hochdosis-Strahlentherapie mit Millimeter-genauer Präzision

Die stereotaktische Strahlentherapie (stereotactic radiotherapy, SRT) mit hohen Einzeldosen führt in einer Sitzung (als sogenannte Radiochirurgie) oder in einigen wenigen Sitzungen (3-8) zu sehr hohen lokalen Kontrollraten. Die Effektivität ist mit allen anderen (minimal-)invasiven Methoden der interventionellen Radiologie (TACE, RFA, PEI) vergleichbar sind, bei deutlich geringeren Nebenwirkungsraten. Die Stereotaxie hat einen festen Platz bei der Behandlung von HCC-Patienten mit Leberzirrhose und leicht eingeschränkter Leberfunktion sowie bei Patienten mit Lebermetastasen, bei denen eine Resektion nicht sinnvoll möglich ist [14]. Die SRT wird in 3 bis 8 Sitzungen in einem Hochpräzisions-Setup durchgeführt, wobei der Patient auf einer individuell an die Körperform angepasste Vakuummatratze immobilisiert wird. Mit technischen Hilfsmitteln wird die Atemauslenkung reduziert, um somit auch die indirekt verursachte Bewegung des Tumors oder der Tumoren zu reduzieren. Die lokalen Kontrollraten sind langfristig bei 75-100%. Das Nebenwirkungsprofil ist insgesamt sehr günstig. Die häufigsten Nebenwirkungen sind das Fatigue-Syndrom in leichter Form (Müdigkeit) und eine nicht-symptomatische und in der Regel reversible Erhöhung der Leberwerte (Transaminasen), die beide keiner besonderen Therapie bedürfen [15-18].


Unsere Arbeitsgruppe setzt sich zusammen aus:

  • PD Dr. Daniel Habermehl, Leitender Oberarzt der Klinik (CV)
  • Hendrik Dapper, Assistenzarzt
  • Dr. Daniela Hallqvist, Assistenzärztin
  • Michael Mayinger, Assistenzarzt
  • Dr. Stefan Münch, Assistenzarzt
  • Dr. Antonia Regnier, Assistenzärztin
  • Dr. Christoph Straube, Assistenzarzt
  • Sylvia Aichmeier, Ärztin
  • cand. med. Doris Bierbaumer
  • cand. med. Caroline Kerger
  • cand. med. Christina Kormann
  • cand. med. Michael Linzer
  • cand. med. Jana Ulbrich
  • cand. med. Jakob Warmbrunn

Kooperationspartner:

  • Dr. Mona Mustafa, Oberärztin der Nuklearmeidizinischen Klinik
  • PD Dr. Gueralp Ceyhan, Geschäftsführender Oberarzt der Chirurgischen Klinik
  • PD Dr. Dirk Wilhelm, Oberarzt der Chirurgischen Klinik, Leitung Darmzentrum TUM
  • PD Dr. M. Quante, Oberarzt der II. Medizinischen Klinik, Leitung Pankreaszentrum TUM

1. Fakhrian K, Ordu AD, Nieder C, Lordick F, Kup PG, et al. (2015) Outcomes of patients with squamous cell carcinoma of esophagus who did not receive surgical resection after neoadjuvant radiochemotherapy. Tumori 101: 263-267.

2. Fakhrian K, Ordu AD, Lordick F, Theisen J, Haller B, et al. (2014) Long-term outcomes of trimodality treatment for squamous cell carcinoma of the esophagus with cisplatin and/or 5-FU: more than 20 years' experience at a single institution. Strahlenther Onkol 190: 1133-1140.

3. Fakhrian K, Ordu AD, Haller B, Theisen J, Lordick F, et al. (2014) Cisplatin- vs. oxaliplatin-based radiosensitizing chemotherapy for squamous cell carcinoma of the esophagus: a comparison of two preoperative radiochemotherapy regimens. Strahlenther Onkol 190: 987-992.

4. Fakhrian K, Oechsner M, Kampfer S, Schuster T, Molls M, et al. (2013) Advanced techniques in neoadjuvant radiotherapy allow dose escalation without increased dose to the organs at risk : Planning study in esophageal carcinoma. Strahlenther Onkol 189: 293-300.

5. Fakhrian K, Gamisch N, Schuster T, Thamm R, Molls M, et al. (2012) Salvage radiotherapy in patients with recurrent esophageal carcinoma. Strahlenther Onkol 188: 136-142.

6. zum Buschenfelde CM, Herrmann K, Schuster T, Geinitz H, Langer R, et al. (2011) (18)F-FDG PET-guided salvage neoadjuvant radiochemotherapy of adenocarcinoma of the esophagogastric junction: the MUNICON II trial. J Nucl Med 52: 1189-1196.

7. Lordick F, Ott K, Krause BJ, Weber WA, Becker K, et al. (2007) PET to assess early metabolic response and to guide treatment of adenocarcinoma of the oesophagogastric junction: the MUNICON phase II trial. Lancet Oncol 8: 797-805.

8. Habermehl D, Brecht IC, Bergmann F, Welzel T, Rieken S, et al. (2013) Chemoradiation in patients with isolated recurrent pancreatic cancer - therapeutical efficacy and probability of re-resection. Radiat Oncol 8: 27.

9. Habermehl D, Kessel K, Welzel T, Hof H, Abdollahi A, et al. (2012) Neoadjuvant chemoradiation with Gemcitabine for locally advanced pancreatic cancer. Radiat Oncol 7: 28.

10. Combs SE, Habermehl D, Kessel KA, Bergmann F, Werner J, et al. (2014) Prognostic impact of CA 19-9 on outcome after neoadjuvant chemoradiation in patients with locally advanced pancreatic cancer. Ann Surg Oncol 21: 2801-2807.

11. Combs SE, Habermehl D, Kessel K, Bergmann F, Werner J, et al. (2013) Intensity modulated radiotherapy as neoadjuvant chemoradiation for the treatment of patients with locally advanced pancreatic cancer. Outcome analysis and comparison with a 3D-treated patient cohort. Strahlenther Onkol 189: 738-744.

12. Combs SE, Werner J (2013) [Resection plus adjuvant chemotherapy improves survival in advanced pancreatic adenocarcinoma]. Strahlenther Onkol 189: 163-165.

13. Combs SE, Habermehl D, Werner J, Buchler MW, Debus J (2011) [Strategies for preoperative downsizing in patients with local nonresectable pancreatic cancer]. Chirurg 82: 981-988.

14. Greten TF, Malek NP, Schmidt S, Arends J, Bartenstein P, et al. (2013) [Diagnosis of and therapy for hepatocellular carcinoma]. Z Gastroenterol 51: 1269-1326.

15. Habermehl D, Combs SE (2013) [Stereotactic body radiotherapy for the treatment of hepatocellular cancer. Pooled analysis of two phase I/II trials]. Strahlenther Onkol 189: 1051-1053.

16. Habermehl D, Debus J, Ganten T, Ganten MK, Bauer J, et al. (2013) Hypofractionated carbon ion therapy delivered with scanned ion beams for patients with hepatocellular carcinoma - feasibility and clinical response. Radiat Oncol 8: 59.

17. Habermehl D, Henkner K, Ecker S, Jakel O, Debus J, et al. (2013) Evaluation of different fiducial markers for image-guided radiotherapy and particle therapy. J Radiat Res 54 Suppl 1: i61-68.

18. Habermehl D, Herfarth KK, Bermejo JL, Hof H, Rieken S, et al. (2013) Single-dose radiosurgical treatment for hepatic metastases--therapeutic outcome of 138 treated lesions from a single institution. Radiat Oncol 8: 175.

19. Eiber M, Martinez-Moller A, Souvatzoglou M, Holzapfel K, Pickhard A, et al. (2011) Value of a Dixon-based MR/PET attenuation correction sequence for the localization and evaluation of PET-positive lesions. Eur J Nucl Med Mol Imaging 38: 1691-1701.

 

Aktuelles

15.09.2017: Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir: Eine/n Sekretär/in in Teilzeit.

Mehr Infos: Stellenausschreibungen


05.09.2017:
NOA Tagung 2017
14. – 15.09.2017
MRI München
Programmflyer
Tagungsposter


30.08.2017:
Two PhD positions in Physics to assign. Read more: Stellenausschreibungen


25.07.2017:
Wir stellen ein:
Consultant (Oberarzt/Oberärztin), MTRA, Technische/n Mitarbeiter/in - Biologielaboranten/in / BTA / MTA / CTA.
Mehr Infos: Stellenausschreibungen


Dr. Kai BormUnser Assistenzarzt Herr Dr. med. Kai Borm wurde auf der DEGRO 2017 mit dem DEGRO-Dissertationspreis ausgezeichnet.
Mehr dazu: hier


Frau Univ-Prof. Dr. med. Stephanie E. Combs zum Thema: Radioonkologie als effiziente Ersttherapie bei Prostata-Krebs.
Der Artikel zum Nachlesen: ÄrzteZeitung, 66-114, 19.06.2017


TUM Radiation Oncology - Heading forward in Information Technology:
Der Artikel zum Nachlesen: ENLIGHT Juni 2017


combs.jpgFrau Univ-Prof. Dr. med. Stephanie E. Combs: Neuer Artikel im BPS Magazin über das Thema "Risiko für Sekundärmalignome nach einer Strahlentherapie der Prostata oder der Prostataloge“ erschienen.
Der Artikel zum Nachlesen: BPS Magazin 1/2017
 


Degro 2017:

DEGRO 2017 Team RadioOnkologie


DEGRO Pressemitteilung: Strahlentherapeut: Ein spannender und abwechslungsreicher Beruf – Flexibilität bei der Arbeitszeit und viele Karrieremöglichkeiten